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Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte


1923 - 1945/46

Im Juni 1923 taten sich einige Paddler, die im Keller der Wirtschaft Welsing an der Dohne ihre Boote untergebrachte hatten, zusammen und beschlossen bei der ersten Versammlung am 1. Juli 1923 einen Verein zu gründen, dessen 1. Vorsitzender W. Schreiber wurde.

Als äußeres Zeichen wurde von Hans Geldermann der MKV-Wimpel entworfen, und von Frau Langmann 25 Stück in Handarbeit genäht. Ende des Jahres 1923 waren die ersten Anstecknadeln fertig. Sie konnte man für 5 Billionen (!) Reichsmark kaufen. Der Vereinsbeitrag betrug im Monat Dezember 500 Milliarden (!) Reichsmark.

...Der 1928 am "Krusenbäumchen" beim Mintarder Wasserbahnhof gepachtete Lagerplatz und das im Oktober 1928 im Restaurant Kahlenberg gefeierte 5jährige Stiftungsfest trugen wesentlich zum Vereinsleben bei.

... Im Jahre 1926 wurde ein Bootshausfond geschaffen, in den die Mitglieder monatliche Beträge einzahlten. Bedingt durch die Wirtschaftskrise konnten aber erst 1932 durch den 1. Vorsitzenden Georg Reichenbecher Grundstücksverhandlungen mit der Stadtverwaltung zwecks Ankaufs einer Schutthalde an der Mendener Strasse eingeleitet werden.

... Auf der Monatsversammlung am 4. Juli 1933 wurde die Einrichtung eines Arbeitsdienstes zur Säuberung und Planierung des Baugrundstückes beschlossen. Entworfen vom MKVler Hermann Appeltrath, gebaut von der Firma Volkenborn und unterstützt von den Mitgliedern gedieh der Bau, und konnte am 10. Dezember 1933 eingeweiht werden.

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  • Zur Finanzierung der Inneneinrichtung wurden die Mitglieder aufgerufen, Darlehnsscheine zu zeichnen (1933)
  • Erste Rückzahlung (nach Verlosung!) im Jahre 1938
  • Ein Hauswart (Herr Voßhagen) wurde eingestellt
  • Vereinswanderfahrten sind bis 1935 belegt - danach war der Einfluss der Politik sehr stark uns das Vereinsleben wurde stark gestört
  • Der Lagerplatz in Mintard musste zum 31. März 1942 aufgegeben werden
  • In den Kriegsjahren nur eingeschränkte Aktivitäten (vereinzelt Wanderfahrten, einige Regatten, kaum Vereinsleben)
  • Das Bootshaus wurde zu Kriegsende Unterkunft für Soldaten
  • Bombenschäden und Sprengung der Mendener Brücke beschädigten das Bootshaus sehr. Eingelagert Boote wurden gestohlen oder beschlagsnahmt.
  • Mühsamer Wiederaufbau nach Genehmigung durch Militärregierung am 5. November 1946

 

Quelle: Jubiläumsfestschrift vom Mai 1998/Friedrich Aldenhoff