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Chroniken

Kanupolo 1975-1987

Auf der Jahreshauptversammlung 1975 stimmten die Mitglieder des Mülheimer Kanusport-Vereins der Gründung einer Kanupolo-Abteilung zu. Die Kanupolo-Mannschaft nahm mit 15 Spielern ihren Spielbetrieb auf und entwickelte sich rasch zu einer sportlich engagierten Abteilung unseres Vereins. Zwei Ziele sollten mit der Einrichtung eines Kanupolo-Teams verfolgt werden: 1. Den Rennsportlern, die ihre Kajaklaufbahn beenden wollten, eine sportliche Alternative bieten, um im MKV aktiv zu bleiben und 2. das sportliche Angebot des MKV`s sinnvoll erweitern. Erst in zweiter Linie stand der Gedanke an den sportlichen Erfolg, der sich dann doch in der Folge mit dem Ehrgeiz der Spieler einstellte. Die Kanupolo-Abteilung hielt sich leider nur bis 1988. Mangelnder Nachwuchs zwang den Vorstand den Spielbetrieb einzustellen. Der MKV hat den Kanupolo-Sport 13 Jahre lang unterstützt. Trotz der attraktiven Umstellung auf das Kleinfeld und einer großen Zunahme der Kanupolo-Mannschaften bundesweit, ist mangels Interesse kein erneuter Versuch unternommen worden, den Polosport wieder zu aktivieren. Dies liegt auch daran, dass Kanupolo ein kosten-und trainingsintensiver Sport geworden ist.

 

Die Kanupolo-Entwicklung

Im ersten Spieljahr vertrat Gerd Dachmann kommissarisch die Interessen der Kanupolo-Mannschaft. Von 1978 bis 1980 führte Victor Sendel die Geschicke der Polospieler. Rüdiger Espitte übernahm von 1980 bis 1983 und 1986 den Posten des Kanupolowartes im MKV. Ihm folgten Axel Springmann ( 1984 ) und Andreas Rasche ( 1985 ). Die Hoffnung der Vereinsführung, dass der Polosport für alle nicht kajakfahrenden Sportler ein neues Betätigungsfeld werden sollte, erfüllte sich nur teilweise. Der Polosport forderte mehr Freizeit als manch ein MKV-er erwartet hatte. In der Entwicklung seit 1976 wechselte die Mannschaft von Jahr zu Jahr ihr Gesicht. Teilweise konnte man sogar ein zweites Team für den Spielbetrieb aufstellen. Doch 1982 trat eine Entwicklung ein, die Polowart Rüdiger Espitte und Trainer Franz Bodsch nicht mehr verhindern konnten. Bildeten zu Beginn der Saison noch 17 Spieler den Kader, so standen gegen Ende der Spielzeit nur noch 9 Spieler zur Verfügung, um die Deutschen Meisterschaften in Duisburg zu bestreiten. Zu wenig, um für die Zukunft ein gutes Team auf die Beine zu stellen. Obwohl sich die Schwierigkeiten häuften, absolvierte das MKV-Poloteam 1982 eine sehr gute Saison. 1983 konnte der MKV noch eine Mannschaft stellen, die erfolgreich in der NRW-Ligarunde mitmischte.

Nur ein Jahr später war man nicht mehr in der Lage, ein eigenes Team zu stellen. Da die Polospieler der Mülheimer Kanu Gesellschaft vor den gleichen Problemen standen, kamen die Vorstände beider Vereine überein, einen neuen gemeinsamen Kanupolo-Verein zu gründen. In der Kanupolo-Vereinigung Mülheim führten der MKV und die MKG den Kanupolosport weiter. Ende der Spielsaison 1987 war auch die Kanupolo-Vereinigung nicht mehr in der Lage, eine spielfähige Mannschaft zu bilden, sodass die Auflösung des Vereins folgte. Damit stellte auch der Mülheimer Kanusport-Verein den Polobetrieb ein und konzentrierte sich fortan auf den Kanurennsport. Trotz aller Schwierigkeiten hatte sich die Einrichtung einer Poloabteilung gelohnt, denn über ein Jahrzehnt gingen von der Mannschaft des Mülheimer Kanusport-Verein zahlreiche Impulse auf den Verein über.

Quelle: Jubiläumefestschrift vom Mai 1998/Franz Bodsch