Unser Kanusport

 

Kanusport

 

 

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Geschichte

Indianer knieten in den Booten und benutzten ein Stechpaddel, woraus sich der nur den Männern vorbehaltene Kanadier entwickelte. Die Eskimos dagegen saßen in Kajaks und benutzten das Doppelblattpaddel.

Der englische Anwalt John Mac Gegor entwickelt das heute bekannte Kajak mit 4,76 m Länge, 76 cm Breite und 30 kg Gewicht. Er nennt das Boot "Rob Roy"

1866 - Mac Gregor gründet den "British Royal Canoe Club", der die erste Regatta 1867 veranstaltet.
1870 - Herbert Klintz aus Köln organisiert die erste Regatta in Deutschland
1871 - Gründung des "Canoe Club" in New York
1885 - Gründung der ersten Kanu-Vereine in Bonn, Breslau und Hannover
1905 - Der Leipziger Alfred Heurich erfindet das erste Faltboot
1919 - Die ersten Meisterschaften in Deutschland
1923 - Gründung des MKV - Gründungsversammlung am 1. Juli 1923
1924 - Internationale Repräsentantenschaft des Kanusports (IRK) mit Sitz in München von Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden gegründet
1924 - Bei den Olympischen Spielen in Paris Kanu-Rennen als Demonstration
30er-Jahre - Entwicklung des Kanuslaloms auf wildwasserähnlichen Strecken
1934 - Kanu als olympischer Sport anerkannt
1936 - Zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in Berlin
1938 - Die ersten Weltmeisterschafen in Växholm (Schweden)
1946 - Gründung der Internationalen Kanu-Föderation (FIC) in Stockholm. Länge für Rennkanu auf 5,20 m und Breite auf maximal 51 cm festgelegt
1946 - Am 5. November 1946 Neubeginn des MKV
1949 - Erste Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Genf bis 1956 - Letztmalig werden 10 km-Rennen gefahren. Diese werden 1960 aus dem Olympischen Programm gestrichen und die 4x500 m-Staffel eingeführt
1964 - Staffel gestrichen, dafür Viererkajak eingeführt
1972 - Erstmals Kanuslalom bei Olympischen Spielen/Augsburger Eiskanal
1976 - Slalom ersetzt durch 500-m-Strecken im Rennsport
1992 - Kanuslalom wieder eingeführt

Wettkampfregeln

Bootstypen
Unterteilt in Kajak "K" und Kanadier "C". Die Kajaks sind geschlossen und werden mit Doppelpaddeln bewegt. Im Kanadier/Canadier ("Kanu") sitzt man kniend und bewegt es mit einem Stechpaddel.

 

a) Stechpaddel

b) Doppelpaddel

 

 

Austragungsort
Regatten im Rennsport werden im 9 Meter breiten Flachwasser (Mindesttiefe 2 m), das durch Bojen gekennzeichnet ist, ausgetragen. Nach einem zweiten Fehlstart folgt Disqualifikation.
Bricht jemandem innerhalb der Zone 15 m das Paddel, wird das Rennen zurückgerufen. Die Sportler sind verpflichtet, die Bahnen einzuhalten.

Bootsgattungen/Bootsklassen
Es werden Wettkämpfe ausgetragen in den Bootsgattungen

 

Aufgeteilt in Bootsklassen:

  • Einerkajak K1
  • Zweierkajak K2
  • Viererkajak K4
  • Einercanadier C1
  • Zweiercanadier C2
  • Vierercanadier C4
  • Achtercanadier C8 - [nur nationale Bootsklasse]

Maße/Typen (nur eine kleine Auswahl!):

K1
Höchstlänge: 520 cm
Mindestgewicht: 12 kg

K2er
Höchstlänge: 650 cm
Mindestgewicht: 18 kg

K4
Höchstlänge: 1100 cm
Mindestgewicht: 30 kg

C1
Höchstlänge: 520 cm
Mindestlgewicht: 16 kg

C2
Höchstlänge: 650 cm
Mindestlgewicht: 20 kg

C4
Höchstlänge: 900 cm
Mindestgewicht: 30 kg

C8
Höchstlänge: 1.100 cm
Mindestgewicht: 43 kg

 

Streckenlängen
Sprintstrecke: 200 m - Kurzstrecke: 500 m - Mittelstrecke: 1.000 m - Langstrecke: weibliche und männliche Schüler B bis 2.000 m, weibliche und männliche Jugend, Damen und Herren Junioren, Damen Leistungsklassen(LK), Damen Senioren und Herren Senioren bis 6.000 m - die Herren Leistungsklasse kann auch bis 10.000 m gehen.
Im C4 und C8 werden keine Langstreckenwettkämpfe durchgeführt.

 

Wetterkampfkategorien

Kategorie A
Veränderung die Renneigenschaft
Nord-, Ost-, Süd- und Westdeutsche Meisterschaft
Gruppenregatten
Deutsche Meisterschaften
Landesmeisterschaft

Kategorie B
Keine Veränderung der Renneigenschaft
Diese Rennen können von den Vorschriften der Wetterkampfbestimmungen abweichen
auch Landesmeisterschaften

Weitere, sehr ausführlichere Informationen zum Regelwerk, findent man auf den Seiten des Deutschen Kanuverbandes. Dort können die Regeln und Bestimmungen als PDF-Datei heruntergeladen werden- zur MKV-Linkseite

Sportarten

Kanurennsport

Der Rennsport ist seit 1936 olympische Disziplin und wird im Kajak oder Canadier auf stehendem Gewässer ausgetragen. Die Boote sind auf Hochleistung getrimmt. Bootstypen und Regeln siehe oben.

 

 

Kanu-Slalom

Es ist ein Tanz durch die Stangen! Erfunden wurde der Kanu-Slalom auf den Wildwassern im Alpenraum. Der erste Wettkampf fand 1934 in Östrerreich statt. Kanu-Slalom wurde erstmals 1972 in Augsburg auf dem Eiskanal als Olympische Disziplin ausgetragen.

Der Kanuslalom ist ein Wettkampf, bei dem eine durch Tore vorgeschriebene Strecke auf bewegtem, schnell fließendem Wasser in kürzester Zeit möglichst fehlerfrei zu befahren ist.

Von der Start- bis zur Ziellinie darf der Wettkampfparcours bis zu 600 m lang sein. Wehre und natürliche Hindernisse sind zu überwinden. Die Fahrstrecke wird mit etwa 25 Toren, flußabwärts grün markiert und flußaufwärts rot, vorgegeben. Die Tore müssen in der Reihenfolge ihrer Numerierung befahren werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wettkämpfer sie vorwärts, rückwärts oder seitwärts befährt. Der Kopf des Fahrers muß die Linie zwischen den Torstäber passieren.


Berührt ein Fahrer mit seinem Körper oder dem Boot und dem Paddel einen Torstab, werden ihm 2 Strafsekunden angerechnet. Wird ein Tor ausgelassen oder nicht in der vorgeschriebenen Weise befahren, werden 50 Strafsekunden angerechnet. Jeder Wettkampf wird in 2 Läufen ausgetragen. Das Ergebnis errechnet sich aus beiden Läufen, Fahrzeit plus Sekunden. Kanu-Slalom wird in den Boots-Typen Kajak-Einer KI und Kanadier -Einer CI/CII bestritten. Die Klasseneinteilung geht vom Schüler über die Jugend, Junioren bis zu den Senioren weiblich und männlich.

 

Kanupolo

Auf einem durch Bojen abgestecktem Spielfeld versuchen 2 Mannschaften mit je 6 Feldspielern den Ball mit dem Paddel oder der Hand in das gegnerische, schwimmende Tor zu bringen.
Für das Spiel werden speziell gebaute Kajaks verwendet = Kanupoloboote.

Info im Internet: http://www.kanupolo.de/

 

Kanu-Wandersport

Die meisten Paddler in Deutschland sind "Wandersportler". Kanuwandern ist gemütliches Bummeln auf Seen und Flüssen, die Feierabendtour auf unserem "Hausbach" - bei uns ist das die Ruhr - vorm Bootshaus, die Wochenendfahrt mit anderen Paddlern, das Naturerlebnis, die Ruhe, die Erholung vom Streß des Alltags ...

 

 

Wildwasserpaddeln

Die Grenzen vom Wasserwandern zum Wildwasserfahren sind fließend. Wenn der Fluß etwas enger wird; etwas mehr Gefälle hat; wenn Steine und Felsen im Weg liegen, wenn Walzen und Wellen den Kanuten zu exakter Fahrt durch diese Schwierigkeiten hindurch zwingen, dann kann man das schon als Wildwasserfahren bezeichnen.

 

 

Wildwasser-Rennsport

Auf mehr oder weniger wildem Wasser muß eine 5 - 6 km lange Strecke in Einzelstarts in möglichst kürzester Zeit durchfahren werden. Gepaddelt wird im Kajak und im Canadier.

 

Extremes Wildwasserfahren

Erstbefahrungen in allen Kontinenten, Expeditionen zu den unbekannten und unbefahrenen Flüssen in allen Ländern - dort fühlen sich die extremen Wildwasserfahrer wohl. Dort wo "Otto Normalpaddler" nur den Kopf schüttelt und sich mit den Worten "einfach unfahrbar" abwendet, sind sie in ihrem Element:Wasserfälle, extreme Katarakte - fast nichts ist vor ihnen sicher.

 

Hier ein spektakuläres Bild: Bei einem Doppelklick erscheint das Bild im Großformat.

 

Wer im Wildwasser fahren will, braucht Kraft, Koordinationsvermögen und eine gute Kondition. Die Eskimorolle/Kenterrolle sollte man beherrschen.

 

Hier ein Link zu einem Videoclip, der die Eskimorolle im Wildbach vorführt: http://www.uni-karlsruhe.de/~el33/gallery/rolle/index.html

(MPEG-Player, Soundkarte und Co. müssen installiert sein ... )

 

Kanu-Rodeo

Was das Snowboarden für den Skisport, ist das Rodeo-Fahren für den Kanusport: Kaum eine Kanu-Disziplin hat in den letzten Jahren einen so großen Schub ausgelöst wie das Kanu-Rodeo.

Bestand früher für viele sportbegeisterte Wildwasserfahrer die Herausforderung lediglich darin, möglichst steile und schwere Bäche zu befahren, so ist es heutzutage "in", sich in Walzen zu tummeln und einfach nur Kerzen oder andere spektakuläre Figuren mit dem Boot im Wasser zu drehen. Rodeo wird in extrem kurzen Kajaks gefahren.

 

Seekajak(fahren)

Seekajaks sind längere Boote mit hochgezogenem Bug und Heck. Das Seekajakfahren erfordert gute Orientierung und exakte Kenntnisse von Gezeiten und Strömungen. In vielen Gebiete ist es ein besonderes Naturerlebnis.

Hier ein MPEG-Video das zeigt, was einem so alles auf dem Meer passieren kann:

 

Kanu-Segeln

Diese Sportart wird in sehr schlanken Spezialbooten mit rundem Heck ausgetragen. Die Boote sind die schnellsten Einrumpfsegler und fordern höchste Segeltechnik.

 

Das Faltboot-Segeln

wird nicht als Wettkampfsport betrieben. Meistens wird auf einem Einer- oder Zweier-Faltboot ein mehr oder weniger großes Segel installiert. Wenn der Wind günstig steht, lässt man sich treiben; ansonsten wird gepaddelt.

 

Drachenbootfahren

Das Drachenbootfahren wird seit dem Jahhr 2000 in unserem Verein betrieben. Weitere Infos rund um das Drachenbootfahren sind hier zu finden. Bilder vom Anfang sind auch auf diesen Seiten zu sehen.

 

Die oben vorgestellten Sportarten sind nur eine kleine Auswahl. Der Kanu-Sport hat noch viel mehr (Unter-) Sportarten zu bieten. Z. B. gibt es auch noch Outrigger-Paddeln.
Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer LINK-Seite.

Mehr Informationen zum Kanusport findet bei Deutschen Kanuverband: http://www.kanu.de
Er kann sich von dort auch Info-Material zuschicken lassen. Info-Material bekommen Sie auch von uns

Jeder, der gesund ist und schwimmen kann, kann sich ins Boot wagen. Aber, wie bei allen Sportarten: langsam anfangen.

 

Gesundheitlicher Aspekt


Kanufahren ist eine "Oberkörpersportart", die vor allem Kraft und Ausdauer fördert. Besonders die Arm- und Schultermuskulatur und das Herz-Kreislaufsystem werden gestärkt.
Während der Bewegung wird die Kraft über den Sitz und die Beine auf das Boot übertragen. Für zehn Minuten Kanufahren mit einer Geschwindigkeit von 125 Meter pro Minute verbraucht der Körper durchschnittlich 68 Kilokalorien.
Das Verletzungsrisiko beim Paddeln ist relativ gering, vorausgesetzt, man überfordert sich nicht und bleibt in bekannten, sicheren Gewässern.

Wer an mehr Informationen (Ist der Kanusport für mich geeigent ?) interessiert ist, der findet auf unserer Link-Seite noch jede Menge Quellen - es lohnt sich dort zu stöbern ...

 

Betonkanu


Diesen Bootstyp kann man eigentlich nicht richtig einordnen (wenn man überhaupt von einem Typen sprechen kann). Gibt es so etwas überhaupt? Wenn man davon hört oder liest ist man zunächst etwas unsicher: Boote aus Kunststoff oder Holz, die kennt man, aber Boote aus Beton ?
Immer auf der Suche Schiffe preisgünstig zu bauen, experimentiert(e) man mit den unterschiedlichsten Materialien. Früher und Heute. Das beweist auch die Tatsache, dass sich viele (Fach-)Hochschule mit dem Thema befassen. Auch im Kanubau. Und es scheint zu klappen, was schwimmfähige Exemplare beweisen.
Sogar Regatten werden mit Betonkanus ausgetragen; allerdings nur im Fun-Bereich. Die Fangemeinde ist gar nicht mal so klein.

Im Internet gibt es noch viel mehr Informationen zum Thema "BETONKANU". Wer mehr wissen will, der sollte in eine Suchmaschine einfach den Begriff <Betonkau> eingeben. Man wird erstaunt sein, wie viel Informationen es zu diesem Thema gibt.